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 Wohnzimmer

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Marc Anderson

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BeitragThema: Wohnzimmer   So Apr 03, 2011 9:11 pm

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Marc Anderson

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 3:40 pm

Etwa eine Woche war vergangen, seit der diese Wohnung bezogen hatte. Noch immer hatte nicht alles seinen Platz und noch immer standen hier und da diverse Kartons herum.

Marc machte sich daran, die Bücher ins Regal zu räumen und schmöckerte immer wieder in einem. So kam er zwar nicht wirklich gut voran, aber wenigstens konnte er sich einen Überblick über seine Habseligkeiten machen. Zunächst las er sich den Titel, dann die Zusammenfassung und wenn sein Interesse geweckt war eine belieige Seite des Buches. So entschied er, welches wirklich bleiben und welches aussortiert werden konnte. Allerdingst konnte er den Horrorromanen kaum widerstehen und ertappte sich immer wieder dabei eine halbe Stunde oder länger in den Büchern - die er eigentlich nur aufräumen wollte - zu lesen.

So sass er wieder einmal auf seiner Couch mit einem der dunklen Büchern in der Hand, vertieft in eine der vielen Geschichten.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 3:47 pm

[Einstiegspost]

Das Leben als eine Wächterin des Lichts war im Moment schon anstrengend genug, aber nun sollte es ernst werden. Sie hatte von nun an die Verantwortung für ihre Schützlinge und nahm diese Aufgabe sehr ernst. Nun musste sie ihren Beruf antreten und sollte sich zum ersten Mal seit zwei Jahren auf die Erde beamen. Das Beamen hatte sie schon trainiert, das war kein Problem und ihre Schützlinge hatte sie auch schon gespürt, somit sollte es ein leichtes sein sich zu ihnen zu beamen.

Sie hatte Leyla als Schützling bekommen und musste also nach San Francisco, doch konnte sie sich ja nicht einfach so in ihr Zimmer beamen. Außerdem war noch jemand anderes in der großen Stadt, den sie noch dringender aufsuchen wollte, Marc, ihren Mörder. Einerseits war sie sehr wütend auf ihn, wer wäre das nicht, andererseits war sie nur durch ihn zu einer Wächterin geworden. Nur wusste sie immer noch nicht den Grund für ihren Mord.

Also beamte sie sich auf die Erde und zwar direkt in Marcs Wohnzimmer, wo er auf einer Couch saß und ein Buch las. Er hatte sie noch nicht bemerkt, umso besser. Er konnte ihr zwar nicht mehr schaden, zumindest sie nicht mehr töten, aber trotzdem war Marissa vorsichtig, immerhin war sie von nun an gegen Gewalt. Sie blieb an Ort und Stelle stehen und sah zu Marc. "So sieht man sich wieder, Mr. Anderson." sagte sie deutlich hörbar, denn wenn er das Leuchten ihres Beamens schon nicht gesehen hatte musste sie wohl ein wenig deutlicher werden, um ihn aus seinen Gedanken zu holen.
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Marc Anderson

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 4:27 pm

Marc sah nicht sofort auf, sondern seufzte. Diese Stimme war ihm wohlbekannt und eigentlich hätte er wissen müssen, dass so eine, wie Marissa nicht einfach verschwindet, wenn man ihr Lebenslicht löscht.
Die Ältesten konnten wirklich grausam sein, und ihm fiel spontan wieder ein, warum er nie das Bedürfnis hatte, die Seiten zu wechseln.
Langsam schloss er das Buch und sah auf: "Marissa, wie schön dich wieder zu sehen. Wollten sie dich auf der anderen Seite nicht, oder warum bist du wieder hier?" er lächelte zuckersüß und deutete auf die Couch: "Setz dich doch. Wir haben uns lange nicht gesehen. Wo warst du das letzte Jahr über, was hast du so getrieben? .... Tut mir wirklich leid, die dumme Geschichte mti deinem Ableben. Aber wie ich sehe, bist du drüber weg."
Seine Stimme klang alles andere als feindselig und wüßte man es nicht besser könnte man fast in Erwägung ziehen, er würde tatsächlich meinen, was er da von sich gab.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 9:21 pm

Tja nur wusste es Marissa natürlich besser. Doch hatte auch sie keinerlei feindliche Absichten, im Gegenteil, sie fühlte sich, als wenn sie vollkommen über den Dingen stand. Sie lächelte ebenso zurück und setzte sich tatsächlich, allerdings nicht auf die Couch, wo Marc schon saß, sondern in den Sessel, der neben dieser stand. Doch trotz ihrer neuen Einstellung und Sicht auf diese Dinge nervte sie dieser scheinheilig freundliche Ton.

"Oh ja, wir haben uns ewig nicht gesehen, ich habe ja so viel zu erzählen...wo sind Kaffee und Kuchen?" fragte sie dann betont ironisch und wechselte daraufhin von dem Lächeln auf einen ernsteren Gesichtsausdruck. "Spar dir das, okay?" Sie hatte wirklich keinerlei Lust auf dumme Spielchen. "Gib doch zu, dass du dich gerade schwarz ärgerst, dass der Ältestenrat mir ein zweites Leben geschenkt hat. Du dachtest du wärst mich los, aber so einfach mache ich es dir nicht." sagte sie dann und schlug die Beine übereinander. Den Blick nahm sie nicht von ihm und fuhr auch sogleich fort. "Eigentlich bin ich auch nur hier um dich etwas zu fragen..." Und sie war sich sicher, dass Marc schon wusste, was die neue Wächterin des Lichts fragen wollte. "Warum hast du mich umgebracht, Marc? Abgesehen davon, dass du augenscheinlich auf der bösen Seite stehst meine ich." Sie war auf die Antwort gespannt, das hatte sie die ganze Zeit im Himmel wirklich beschäftigt.
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Marc Anderson

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 9:32 pm

Marc lehnte sich gelassen zurück und grinste. Die kleine Ex-Hexe war ja schlimmer als die Menschen, die jammerten und sich ständig fragten 'Warum?'. Jetzt war es schon soweit, dass er sich jenen, die mehr oder weniger aus Versehen das zeitliche segnete rechtfertigen mußte.
Er seufzte, legte einen Arm auf die Lehne der Couch und begann zu grübeln. "Warum habe ich dich umgebracht?" wiederholte er nachdenklich. "Ich würde nicht sagen, dass ich dich umgebracht habe, dieses Wort ist viel zu hart für das, was dir widerfahren ist. Ein Feigling bringt irgendetwas oder irgendjemanden um, aus dem Hinterhalt, unvorbereitet und plötzlich. .... Nein, ich habe dich nicht umgebracht. Es war ein fairer Kampf und du hast verloren. So einfach ist das."
Im Grunde war es ja tatsächlich ein 'Unfall', hätte sie sich nicht in fremder Angelegenheiten eingemischt, wäre Marc nie tätig geworden und dieser Kampf hätte nie statt gefunden.
Er sah Marissa offen an und beobachtete ihre Reaktion. Sicherlich würde sie diese Aussage als äußerst unbefriedigend und ganz und garnicht ausreichend empfinden.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 9:47 pm

Und diese Antwort sollte Marissa befriedigen? Das sollte ihren Tod erklären? "Ahhh, okay, na jetzt ist ja alles klar." gab sie ironischer Weise von sich. Für wie doof hielt er sie eigentlich? Natürlich wusste sie, dass sie im Kampf gestorben war, aber das war ja noch lange keine Erklärung für den eigentlichen Todesstoß. Immerhin hatte er sie angegriffen und nicht umgekehrt, denn sie war die gute Hexe gewesen und dachte, dass Marc ein normaler Mensch war. Ja, sie hatte sich geirrt, aber er hatte vor diesem Zeitpunkt schon genug Gelegenheiten gehabt sie umzubringen und es nie getan, warum gerade an jenem Tag?

"Natürlich war es ein fairer Kampf, jedenfalls soweit ich mich erinnern kann, aber trotzdem musst du ja einen Grund gehabt haben, warum du den begonnen hast oder etwa nicht? Die böse Seite hatte ja schon immer ein perverses Vergnügen andere einfach anzugreifen, aber das war bei uns nicht so, so schlau bin ich auch. Also entweder du sagst es mir gleich oder ich finde es selbst heraus." Langsam aber sicher wurde ihr Ton etwas aggressiver. Sie hasste Marc immer noch, eigentlich waren sie Freunde gewesen, doch dass er sie getötet hatte, diese Tatsache machte sie zu Feinden und Feinde schenkten sich nichts, gar nichts. Nur konnte und wollte sie ihm nichts tun, einmal weil es von den Ältesten verboten worden war und andererseits, weil sie dann genauso schlimm war, wie er.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mi Apr 13, 2011 10:01 pm

Marc's Gesichtsausdruck änderte sich. Das Lächeln verschwand und eine Ernsthaftigkeit zog ein, die selbst Marissa klar machte, dass alle Freundlichkeit und Nettigkeit wichen, um der Wahrheit Platz zu machen.
"Hör mir jetzt genau zu." begann er ernst und ohne jegliche Freundlichkeitsfloskeln. "Dass du gestorben bist tut mir leid, das war eine Begleiterscheinung. Ich greife niemanden aus reinem perversem Vergnügen an. Niemanden!" Er legte eine kleine Pause ein, beugte sich nach vorn und stützte die Unterarme auf seinen Oberschenkeln ab, um sodann mit weiterhin ernstem Tonfall fortzufahren. "Ob du es glaubst oder nicht, auch ich und meines Gleichen kennen das Wort 'Ehre' und wenn du mich herausfordern willst, so sag es einfach. Doch solltest du mir nicht drohen - und was den Grund deines tragischen Todes angeht.... konzentriere dich lieber auf deine neue Bestimmung, als in der Vergangenheit zu schnüffeln. Es ist besser so.- glaub mir!"

Mehr konnte und wollte er nicht sagen. Er hatte sein Wort gegeben und es war ihm bitter ernst, er würde wieder versuchen Marissa vom Schnüffeln abzuhalten. Ebenso wie damals.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Do Apr 14, 2011 6:19 am

An seinem Gesichtsausdruck wurde klar, dass er es nun endlich ernst meinte und einerseits freute sich Marissa darüber, doch die Antwort, die er gab schien mehr ein Rätsel, als eine wirkliche Hilfe zu sein. Vergangenheit, was sollte das nun wieder heißen? Marissa seufzte. "Ich will dich nicht herausfordern..." sagte sie dann erstmal um ihre Absichten wirklich klar darzustellen.
"Eine Begleiterscheinung..." murmelte sie kurz. "...erklär das mal Ley, das wird sie dir sicher als Entschuldigung abnehmen." Das Gespräch verlief im Moment äußerst friedlich, eigentlich sehr schön, immerhin wollte sie eh nicht, dass es zu einem Kampf kommt, dann würde sie sich wohl eher weg beamen.

Es hörte sich beinahe wirklich so an, als würde er den Tod von Marissa bedauern. "Fast hätte ich dir geglaubt, dass es dir Leid tut,im Überzeugen bist du wirklich gut. Aber jetzt mal ernsthaft, was meinst du mit diesem Blödsinn von wegen in der Vergangenheit wühlen? Du weißt doch etwas, was ich nicht weiß, gibs zu." Das es sich dabei um ihren Vater handeln könnte, daran dachte sie im Moment noch nicht, der Gedankengang würde erst später kommen. "Wahrscheinlich ist es echt sinnlos." Sie stand auf und ging einen Schritt um sich dann zu Marc umzudrehen. "Ich komme zwei Jahre nach meinem Tod in dein Wohnzimmer, frage dich nach dem Grund und das einzige, was du mir sagst ist Tut mir Leid und ich solle mich damit nicht weiter beschäftigen? Merkst du eigentlich selbst wie sinnfrei deine Worte sind? Meine Güte, ich bin vom festen Freund meiner besten Freundin im Kampf getötet worden, das kann man nicht einfach so verdrängen." Nun wurde sie etwas lauter, sie war wütend und aus ihrer Sicht war das auch mehr als verständlich.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Do Apr 14, 2011 9:42 am

Ein leichtes Lächeln erschien auf Marc's Gesicht. "Sinnfrei? Für dich vielleicht." Er seufzte und lehnte sich zurück: "Du willst also eine Antwort, gut... " eine kurze Pause folgte, ehe er erstaunlich ruhig und gelassen antwortete: "Du bist eine gute Hexe, ich bin ... hmm... naja, nicht immer nett. Du bist mir über den Weg gelaufen, hast mich als Hexer entlarvt und es kam zum Kampf... Meine Güte Marissa! Diese Kämpfe finden täglich zu tausenden auf der ganzen Welt statt. Warum kannst du einfach nicht akzeptieren, dass die Dunkelheit stärker war, als das Licht?"
Vermutlich hatte er im ersten Moment schon zuviel gesagt, und diese doch recht einfache und vielleicht etwas zu simple Antwort würde ihr nicht genügen, jedenfalls nicht dauerhaft.

"Und was meine Bedauern angeht, war das durchaus mein Ernst. Es tut mir leid, dass du mir über den Weg gelaufen bist, und es tut mir leid, dass es so kommen mußte. Aber nun bist du ja wieder zurück. Mach einfach keinen Fehler zwei Mal und alles wird gut." Der letzte Teil seines Satzes hatte unterschwellig etwas bedrohliches, auch wenn es sich für Außenstehende freundlich und 'nett' anhörte, war doch die Spannung spürbar, die diese Aussage mit sich trug.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Do Apr 14, 2011 3:24 pm

Gespannt wartete sie die Pause ab, doch die Antwort, die er dann gab war wieder mal eine nichtssagende. Schade, aber zu erwarten. Marissa rollte mit den Augen und seufzte. "Weil das gegen meine Grundeinstellung ist Herr "Ich-bin-nicht-immer-nett"..." Dann setzte sie sich wieder, sie wusste gerade nicht mehr, warum sie eigentlich hier war. "Du willst mich nicht verstehen und dann ist es eben so. Im Moment kommen wir da wohl nicht weiter, also lassen wir das..." Sie gab entgültig auf, er war aus ihrer Sicht einfach stur. Es musste einen Grund geben, dass die gute Seite damals unterlegen gewesen war und dass sie selbst zu schwach war, nein, das wollte sie nicht akzeptieren.

Als er betonte, dass er es wirklich bedauerte sie umgebracht zu haben sah sie ihn mit einem fragenden Blick an. "So? Ja, jetzt geht es mir schon viel besser." Die Drohung nahm sie auch als solche wahr. "Keine Sorge, diesmal passe ich besser auf und ich werde dafür sorgen, dass du mir und Ley nichts antust." Das war allerdings keine Drohung, sondern sogar ihre Aufgabe, immerhin war sie von nun an Leys Wächterin des Lichts. Doch es wunderte sie schon, dass Marc die ganze Zeit so ruhig blieb. "Ach und auch wenn ich es nett finde, dass du die ganze Zeit so ruhig bleibst wirft sich mir da doch eine Frage auf. Warum? Warum springst du mir nicht an die Gurgel oder benutzt Magie?" Angst hatte er wohl kaum vor ihr, wo man doch wusste, das Wächter des Lichts eigentlich nie etwas gegen andere Wesen taten, sie waren die Verkörperung des Friedens. Also was war es dann? Die Gewissheit, dass er sie nicht noch einmal umbringen könnte, solange er nicht zufällig Hilfe eines Wächters der Dunkelheit bekam? Nein, auch das nicht, denn er konnte sie ja trotzdem erstarren lassen oder ohnmächtig schlagen, allein aus Verwunderung, dass sie wieder vor ihm stand hätte sie das erwartet. Aber Marc saß einfach nur da und unterhielt sich mit ihr.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Fr Apr 15, 2011 12:50 pm

Marc hob eine Braue und schmunzelte: "So? Dann nehme ich an, dass Patty eine Wächterin bekommen hat... gratuliere. Aber wenn ich dir oder Pat etwas antuen hätte wollen, hätte ich oft genug Gelegenheit dazu gehabt." Ihre Vorstellung der dunklen Seite amüsierte ihn jedoch zunehmend. Es klang etwas ironisch, als er sich mehr oder weniger erklärte: "Ach stimmt... ich bin ja das personifizierte Böse und denke Tag und Nacht nur daran, wie ich unschuldige Wesen zur Strecke bringe. Den Blutdurst den ich ständig verspüre macht ein normales Leben schier unmöglich und ich bin voller Zorn und Wut, wenn mit etwas, das behauptet 'gut' zu sein, zu nahe kommt. Diese Aura, die solche wie dich umgeben muß mich wirklich in den Wahnsinn treiben und da ist es doch nur zu verständlich, dass ich wild um mich schlage, den Heimvorteil ausnutze um, wie es nun einmal meine Bestimmung ist, dich zu quälen und zu foltern." Er lachte, stand auf und ging Richtung Küche: "Marissa, ich weiß nicht, was man dir erzählt hat, aber ich bin kein blutrünstiges Monster, und dein Tod war nichts persönliches. - Willst du was trinken - oder haben Wächter keinen Durst?" Er schmunzelte, als er in der Küche verschwand.
Man konnte durch die offene Tür hören, dass er sich mit Gläsern wappnete und offenbar etwas aus dem Kühlschrank holte, ehe er zurück ins Wohnzimmer kam.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Fr Apr 29, 2011 3:07 pm

"Ja, das hat sie. Und ich rede nicht von der Vergangenheit, sondern von dem Hier und Jetzt, falls es dir entgangen sein sollte." sagte sie abwertend und ließ ihn dann wieder reden. Wie er das sagte, wie er die dunkle Seite beschrieb, da klang es wirklich etwas übertrieben und ironisch, was Marissa von sich gegeben hatte. Doch als er dann in die Küche ging und seine Beschreibung offensichtlich beendet hatte konnte die junge Wächterin nicht anders und musste auch auf dieses ihren Kommentar geben. "Ja, so in etwa." meinte sie nur, doch schon hatte er wieder etwas gesagt. Marissa rollte mit den Augen. "Man hat mir genug erzählt." Sie würde ganz sicher nicht preisgeben, was man ihr alles erzählt hatte. Im Prinzip war es auch gar nicht so viel Bewertendes, nur eben eine Beschreibung der Vorgehensweise und sonst alles Wissenswerte, was für einen Wächter wichtig werden konnte. Der Rest musste ihre Einstellung wiederspiegeln, aber wie auch immer.

"Nein, ich habe im Moment keinen Durst und außerdem möchte ich erhlich gesagt nicht mehr viel länger bleiben, denn so scharf bin ich dann doch nicht auf deine Gegenwart..." gab sie ehrlich von sich, als er wieder kam. Sie musste zu Patty, eindeutig. "Der einzige Grund, warum ich hier bin ist, weil ich dich warnen wollte. Halte dich von uns fern, es ist wohl im beiderseitigen Interesse. Das ist keine Drohung, denn als Wächterin habe ich meine Einstellung zu gewissen Dingen verändert. Aber ich will nicht, dass du meiner Freundin ein weiteres Mal wehtust, klar?" Sie wollte möglichst bald weg, denn mittlerweile war es spät geworden und sie wollte ihrer besten Freundin noch heute einen Besuch abstatten und das möglichst nicht in der Öffentlichkeit.
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Apr 30, 2011 10:13 am

Als Marc zurück kam, setzte er sich wieder auf die Couch, nahm sein Glas mit Cola - wobei es für Cola allein ein wenig hell erschien - und nahm einen tiefen Schluck. Er lauschte Marissas Worten und schmunzelte dabei, wußte er doch, dass er Patty nicht suchen musste, sie suchte ihn, wie man ihm bereits berichtet hatte. Daher könnte es schwer werden sich fern zu halten. Er musterte Marissa ausgibig, sie schien es tatsächlich ernst zu meinen.
"Hey, nicht ich bin gestorben... Wäre ich drauf gegangen, wärst du jetzt der Buh-Mann." Er seufzte und liess der Wächterin keine Möglichkeit zu antworten: "Ich hab ihr nicht weh getan, wie kommst du dazu, mir zu unterstellen, ich hätte sie verletzt? Aber das kannst du nicht verstehen... - Dann verschwinde.. ich bin sicher du wirst schon längst erwartet. Pass gut auf meine Patty auf... Wo die Tür ist, denke ich, muss ich dir nicht zeigen."
Damit war für ihn die Unterhaltung beendet. Marissa langweilte ihn und diese ewige Diskussion um gut und böse ebenso. Für ihn gab es kein 'gut' und kein 'böse'. Jeder lebte nach seiner Einstellung. Der eine so und der andere eben so. Wer durfte denn da entscheiden, ob etwas gut oder böse war?
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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Sa Apr 30, 2011 10:23 am

Sie war nicht sauer, weil er auf der bösen Seite stand, sie war auch nicht unheimlich sauer darauf, dass er sie getötet hatte, nein, sie war einfach nur sauer über seine Lässigkeit, die er raushängen ließ. Das machte sie wirklich rasend, wenigstens eine leicht andere Reaktion hatte sie erwartet und keine scheinheiligen Erklärungen oder Anspielungen. Nein, dieses Spiel, was er hier zu treiben schien, das nervte sie und genau deshalb wollte sie es auch beenden. Und Marc kam ihr da sogar entgegen, wenn nicht sogar zuvor, denn er beendete das Gespräch. Als ob er ihr nicht weh getan hätte, ja, so einfach wollte er sich mal wieder herausreden. Natürlich könnte er Recht haben mit der Theorie, dass Marissa mit Patty Streit bekommen hätte, hätte sie ihn getötet, aber trotzdem war sie sich sicher, dass ihre Freundschaft das überstanden hätte.

"Tu ruhig so, als würde dich das nicht interessieren, poche auf deine Unschuld, aber wir wissen alle, dass du ihr wirklich weh getan hast. Und nur weil du das nicht zugeben willst, heißt das nicht, dass es nicht stimmt. Und ja, ich passe auf meine Patty auf." Damit ließ sie ihn in seiner Wohnung zurück und löste sich in kleinen blauen Sternchen auf. Sie hatte wirklich genug von Marc und würde Patty ganz sicher nichts von ihrer begegnung erzählen, das würde sie nur zusätzlich aufregen.

tbc --> Park
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Marc Anderson

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BeitragThema: Re: Wohnzimmer   Mo Mai 02, 2011 12:50 pm

Als der Wächterregen erschien und Marissa sich auflöste hatte Marc Mühe ein Lachen zu unterdrücken. Erst als sie endgültig verschwunden war brach das Lachen aus ihm heraus.
Ja sicher.... Habe ich je behauptet unschuldig zu sein? Pah.. wer ist das schon... Welch eine Freude... Marissa ist wieder da.
Es dauerte einige Zeit, ehe er sein Glas in die Küche verbracht hatte und offenbar einen Plan geschmiedet hatte.

Er würde das Leben in San Fransico wieder geniessen, und eine neue Wächterin würde ihm dies sicher nicht verderben!
So ging er ins Bad, kultivierte sich und kam gut gestylelt wieder heraus.
Wohin ihn genau sein Weg führen würde, würde er unterwegs entscheiden.
Am Ende sollte jedoch das P3 stehen, doch vorerst spazierte er ziellos durch die Straßen und schnupperte die Luft der Großstadt.

[-> P3]
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